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Wie Beacons das Suchmaschinen-Marketing verändern werden

Beacons, auf Englisch Leuchtfeuer sind kleine Signalgeber, die im Raum platziert werden. In festen Zeitintervallen senden sie Signale. Kommt ein Empfänger, z.B. ein Smartphone in die Reichweite, interagieren die Beacons mit diesen. Sie können Push-Benachrichtigungen senden, Nutzerdaten sammeln oder speichern. Mit der steigenden Verbreitung von Empfängern, wie Smartphones und Wearables, steigt das Potenzial von Beacons für das Marketing. Sie werden die Art und Weise wie Marken Kunden erreichen und mit ihnen interagieren grundlegend verändern.

Die Verbesserung der lokalen Suchergebnisse

In der Vergangenheit waren wir weitgehend auf Kartenmaterial für die Lokalisierung von Orten und Bereichen beschränkt. Diese Material ist gut für die Organisation der Aussenwelt, aber unbrauchbar im inneren von Räumen.
Beacons haben hier einen grossen Vorteil, weil sie jede Position in einem geschlossenen Raum bis auf wenige Meter lokalisieren können. Gleichzeitig erlauben sie es, Daten in Echtzeit zu übertragen und zu empfangen. Wenn ein Kunde in einem Laden neben dem Regal mit den Äpfeln steht, können die Beacons den Kunden z.B. mit einem Gutschein zum Kauf animieren.

 

Beacons müssen nicht die unterbrechend sein

Für Marketingfachleute sind Beacons ein «unterbrechendes» Marketing-Instrument. Für den Einzelhandel ist das Couponing oder das Gutschein-Marketing nach wie vor der offensichtlichste Anwendungsfall. Aber wie frühe E-Commerce-Seiten gelernt haben, ist das Couponing keine nachhaltige Möglichkeit, ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen und die Kunden fühlen sich mehrheitlich durch die unterbrechenden Anzeigen gestört.
Der reale Wert der Beacons ist eigentlich genau das Gegenteil einer unterbrechenden Marketing-Massnahme. Sie bieten die Möglichkeit der kontextabhängigen Interaktion mit dem Kunden. Die Interaktion basiert in der Regel auf einer aktiven Anforderung durch den Kunden selbst oder auf dem passiven Scannen und der Aggregation von Daten durch die Beacons.
Besucht ein Nutzer z.B. ein Museum, ladet sich die App des Museums herunter und schaltet Push-Benachrichtigungen ein. Dann ist er aktiv auf der Suche nach Informationen vom Museum. Auch wenn der Kunde nicht auf der Suche nach Informationen ist, können die Beacons ihn als anonymen Gast identifizieren, der sich im Museum bewegt.
Nachdem all diese Nutzerdaten gesammelt wurden, können daraus einige potenzielle Learnings abgeleitet werden. Vielleicht muss die Rodin Statue aufgrund der Daten an eine prominentere Position bewegen bewegt werden, möglicherweise neben den Souvenirshop.

 

Die Relevanz der Suche in einem offenen Beacon-Markt

Derzeit liefert die lokale Suche nicht immer relevante Ergebnisse. Es gibt einige gute Beispiele, aber es ist sicherlich noch viel Verbesserungspotenzial, vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen vorhanden.
Mit der Zunahme des Einsatzes von Beacons werden sie die lokalen Suchergebnisse verändern. Durch die Verbreitung von App-Netzwerken und Beacons als allgemeine Infrastruktur, nimmt die Bedeutung der Suchmaschinenoptimierung (SEO) für die lokalen Unternehmen zu.
Lokale SEO wird zu einer weiteren entscheidenden Erfolgsbedingung, nicht für die Standorte selbst, sondern für die Unternehmen, die durch diese Standorte Ihre Produkte und Dienstleitungen verkaufen.
Lokale Unternehmen haben die Möglichkeit durch Kontextinformationen Mehrwert für die Nutzer zu bieten, welches sie mit rein kommerziellen Kampagnen nicht tun könnten.

In der Edgelands in Barbican, London werden Beacons eingesetzt, welche die Besuchenden durch den interessanten Innenraum führt.

Das Interessante daran ist, dass die Besuchenden durch den Ton geleitet werden, so dass sie ihre Umgebung betrachten können, anstatt auf ihren Bildschirm starren zu müssen. Der Ton bietet Kontext während sich die Besuchenden im physischen Raum bewegen anstatt durch das Blicken auf den Bildschirm von der eigentlichen Sehenswürdigkeit abgelenkt zu werden.
Mit dem Aufstieg von sogenannten Experience Stores, diese Art des Beacons-Einsatzes, wird ein immer wichtiger Punkt in der Differenzierung gegenüber der Konkurrenz in den nächsten Jahren werden. Kunden möchten nicht von Pop-Ups und Alarmen in ihrem Erlebnis gestört werden. Sie wollen etwas, dass ihr Einkaufserlebnis verstärkt und einen Mehrwert bietet.
Von der Marketing-Perspektive wird diese Entwicklung zu einer grösseren Markenaffinität, sowie mehr Verkäufen in den Shops führen.

 

Die Suche reisst ihre Grenzen ein

Auf der einen Seite werden durch Beacons App-Netzwerke betrieben, über die Werbung geschaltet werden kann. Dies wird über sogenannte hyper-lokale PPC-Kampagnen geschehen.
Auf der anderen Seite haben die lokalen Geschäfte die Möglichkeit, über Echtzeit SEO, mit einem, sich verändernden Satz an Keywords / Schlüsselwörtern, die auf das momentane Geschehen im Geschäft (oder im Museum oder im Restaurant) basieren, Mehrwerte für Kunden zu schaffen und sich im Suchmaschinen-Ranking gut zu positionieren.
Diese Entwicklung bedeutet aber auch, dass die Geschäfte in der Lage sein müssen, ihre Daten auszuwerten und die Verbreitung von Informationen gezielt zu steuern und zu terminieren. Des Weiteren müssen sie in der Lage sein, für ihre Ziele wichtige Signale von unwichtigen zu unterscheiden und sie müssen wirklich gut werden im Management und Targeting, um erfolgreiche Kampagnen zu fahren.

Die Suche muss ganzheitlicher werden und stärker auf das Marketing ausgerichtet sein. Die Beacons bieten eine grosse Chance für das Suchmaschinenmarketing, Customer Experience, Datenmanagement und mehr.

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